Prävention sexualisierter Gewalt im Sport

Prävention sexualisierter Gewalt im Sport

Interaktives Theaterprogramm "Anne Tore - sind wir stark"

"Anne Tore sind wir stark" ist ein interaktives Theaterprogramm mit Witz, Gesang und mutmachenden Texten für Kinder im Alter von 8-12 Jahren zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt in Sportvereinen. Das zweistündige Programm beinhaltet Workshops für die Kinder sowie eine Informationsveranstaltung für Eltern, Trainerinnen und Trainer.


>>Safe Sport<< Schutz von Kindern und Jugendlichen im organisierten Sport in Deutschland

Erste Ergebnisse des Forschungsprojektes zur Analyse von Häufigkeiten, Formen, Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei sexualisierter Gewalt.

Spot für den Sport

Wie Sie in Ihrem Verein Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt schützen können:

Rote Karte gegen sexuelle Gewalt

Unter der Federführung des STADTSPORTBUNDES Köln hat der Arbeitskreis „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen, Frauen und Jungen im Sport“ im Januar 2003 eine Plakataktion zum Thema „Wir zeigen die rote Karte“ gegen sexuelle Gewalt im Sport gestartet.

Ziel dieser Kampagne war es, eine möglichst breite Öffentlichkeit für das Problem sexualisierter Gewalt im Sport zu sensibilisieren. Für unsere Plakataktion konnten wir Persönlichkeiten wie:

- Frau Ulrike Nasse-Meyfarth
- Frau Bettina Böttinger
- Herr Rainer Schmidt (Paralympicssieger)
- Herr Axel Hecker (Paralympicssieger)
- FFC Pulheim Brauweiler (Damenfußball)
  sowie RheinEnergie Köln (Basketball) gewinnen.

Unterstützt und gesponsert wurde diese Aktion, die schwerpunktmäßig in Kölner Bädern und in Kölner Schulen stattfand, von der Stiftungund "Bündnis für Kinder - gegen Gewalt" von der Toyota Deutschland GmbH. Dies ist der dritte Baustein unserer Kampagne. Im September 2000 erschien eine Broschüre, die sich an die Betroffenen sowie an die Eltern und die Vereinsfunktionäre richtet.

Hier erfahren Sie mehr über die Arbeit des AK "Rote Karte".

QUALITÄTSBÜNDNIS GEGEN SEXUALISIERTE GEWALT IM SPORT
Projektzeitraum von September 2013 - August 2015

Pilotprojekt gibt Vereinen konkreten Handlungsleitfaden. Ein anspruchsvolles Pilotprojekt als weitere Stufe der internen Aufklärungskultur: Das vor kurzem gegründete Qualitätsbündnis hat sich zum Ziel gesetzt, sexualisierter Gewalt im Sport wirksam vorzubeugen und diese zu bekämpfen.

Dazu werden maßgeschneiderte Qualitätsstandards zur Prävention und Intervention gemeinsam entwickelt und innerhalb der Vereinsstruktur installiert. Zentraler Gedanke dahinter ist die enge Vernetzung und der Transfer von Fachwissen. An der auf zwei Jahre angelegten Testphase beteiligen sich insgesamt 35 NRW-Sportvereine.

„Mit dem Qualitätsbündnis wird nun das nächste folgerichtige Kapitel im Kampf gegen Missbrauch und sexualisierte Übergriffe im Sport aufgeschlagen, nachdem wir unseren Sportvereinen im Land bereits seit Jahren vielfältige Formen der Qualifizierung und Beratung anbieten“, betont Dr. Christoph Niessen, Vorstandsvorsitzender beim LSB NRW. Anstatt ein Qualitätssiegel oder ein Zertifikat zu etablieren, sollen interessierte Vereine nach Erfüllung bestimmter Kriterien selbst aktiver Teil des Bündnisses werden und dieses Engagement auch nach außen gegenüber ihren Mitgliedern und Förderern demonstrieren. Im Gegenzug erhalten die Vereine letztlich Handlungssicherheit, um präventiv tätig zu sein und im Einzelfall eine sachliche sowie angemessene Vorgehensweise zu entwickeln.

Handlungsleitfaden für Vereine als wichtiger Baustein
Darüber hinaus gilt der im Februar 2013 erstmals veröffentlichte „Handlungsleitfaden für Vereine - vorsorgen, erkennen, handeln“ als wichtiger Baustein für die Initiative „Schweigen schützt die Falschen“. In Kooperation mit der Landesregierung NRW engagiert sich der LSB NRW bereits seit 1996 intensiv bei der Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport. Ein eigenes Zehn-Punkte-Aktionsprogramm beinhaltet unter anderem einen aktualisierten Ehrenkodex, den Interventionsleitfaden für Vereinsvorstände oder den neu entwickelten Elternratgeber, der im Januar 2014 veröffentlicht werden soll. Außerdem richtet der LSB NRW über sein Vereins-, Informations-, Beratungs- und Schulungs-System (VIBSS) pro Jahr mittlerweile zwischen 80 und 100 Veranstaltungen mit rund 1.500 Teilnehmern zum Thema aus - vom Impulsreferat bis zum Qualifizierungsseminar.

Partner im Qualitätsbündnis
Zu den Partnern im Qualitätsbündnis gehören neben dem Landessportbund NRW und dem Sportministerium NRW, der die Maßnahme finanziell fördert, außerdem die Sportjugend NRW, der Kölner Arbeitskreis „Rote Karte gegen sexualisierte Gewalt im Sport“, der SSB/SJ Dortmund, die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW, der Kinderschutzbund NRW sowie die Deutsche Sporthochschule Köln als wissenschaftliche Begleitung. „Unser erster Gedanke ist die Prävention, hier gilt es Achtsamkeit und Wahrnehmung zu schulen. Vom Vorstand, den Übungs- und Gruppenleitungen, männlichen und weiblichen Trainern, Sportlern, Hausmeistern und Platzwarten bis zu den Eltern sind alle in die Thematik eingebunden“, verdeutlicht Jutta Barrenbrügge von der Koordinierungsstelle beim SSB Dortmund.

Die 35 Vereine im Überblick:

  • SG Langenfeld
  • Taekwondo Neuss
  • Blau-Weiß Hand
  • TSC Grün-Weiß Aquisgrana Aachen
  • Moerser TV
  • Heiligenhauser SV
  • TC Kottenforst
  • Yong Ho Rheinberg
  • Segelclub Unterbacher See
  • DJK Südwest Köln
  • Taekwondo Lethmathe 2000
  • Telekom-Post SG Köln
  • Rheydter SV Hockey und Tennis
  • TV Eiche Bad Honnef
  • Karate Dojo Ochi Troisdorf
  • DJK Eintracht Scharnhorst
  • TV Wanne 1885
  • TuS Hiltrup
  • TSC Eintracht Dortmund
  • TV von 1913 Verl
  • SV Westfalen Dortmund
  • SV Concordia Albachten
  • DLRG Beckum Stützpunkt Lippetal
  • TuS 06 Dröschede
  • VfL 1854 Kamen
  • TSV Handorf
  • TV Mesum
  • Ferienwerk Münster
  • BSV Wulferdingsen
  • Taekwondo Kocer
  • TURBO Schnecken Lüdenscheid
  • DLRG Ortsgruppe Unna
  • TG Stürzelberg 1961
  • DJK Westwacht 08 Aachen
  • VGSU Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie.

Wir zeigen die rote Karte gegen sexuelle Gewalt

AK "Rote Karte" 

 Ziele des Arbeitskreises

• Sensibilisierung für das Thema im Sport
• Vereine befähigen, angemessen mit der Problematik umzugehen
• den Schutz von Mädchen und Jungen vor sexualisierter Gewalt im Sport
   erhöhen
• Abschreckung von Tätern und Täterinnen durch klare Haltung und
  Handlung des Vereins

Darüber hinaus haben wir ein Angebot für Übungsleiter/innen zur Aus- und Fortbildung - Übungsleiter/in-Lizenz-Verlängerung mit dem Thema: „Wir zeigen die rote Karte“ - Signale erkennen – richtig reagieren ! installiert, die seit August 2002 vom LandesSportBund NRW anerkannt wird.
   
Mitglieder des Arbeitskreises sind neben dem SSBK:
- LOBBY für Mädchen - Mädchenhaus Köln e.V.
- KK 61 - Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Köln
- Deutsche Sporthochschule Köln, Abt. Geschlechterforschung

In Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern der Stadt Köln.

Schirmherren:
OB a.D. Jürgen Roters (2010-2015)
OB a.D. Fritz Schramma (2001-2010)

Homepage: www.rote-karte-koeln.de