Inklusion im Sport

Inklusion und Sport "Sport Für Alle – BEHINDERT ODER NICHT"

Inklusion gehört zu den großen gesellschaftlichen Zukunftsthemen und stellt einen Schlüsselbegriff einer humanen Gesellschaft dar. Inklusion bedeutet, die gleichberechtigte Verschiedenheit der Menschen – mit und ohne Behinderung – anzuerkennen und anzuwenden. Sie zielt auf einen gesamtgesellschaftlichen und wertorientierten Grundkonsens ab. Mit der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 wurde hierzu eine konkretisierte und rechtsverbindliche Grundlage auf internationaler Ebene geschaffen, die u.a. auch präzise Aussagen zu Sportangeboten trifft. In Deutschland gab und gibt es zum Thema Inklusion auf allen gesellschaftlichen Ebenen intensive Diskussionen und Bemühungen. So steigt auch in allen Teilbereichen des Sports, in der Freizeitgestaltung und in der Durchführung des Schulsports der Stellenwert inklusiver Angebote stetig an.

Für den Stadtsportbund Köln e.V. ist es daher gleichermaßen ein Anliegen wie auch der eigene Anspruch, den Menschen mit Behinderung Sportangebote zugänglich zu machen und so die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe in Sportvereinen zu fördern. Hierzu entwickeln wir mit unseren Vereinen Modelle mit dem Ziel, diese zu praxisgerechten, anwendungsorientierten und realisierbaren Konzepten auszubauen. Den Menschen mit und ohne Behinderung soll es möglich sein und werden, in wohnortnahen Vereinen gemeinschaftlich Sport zu treiben. Diese Vereine wollen wir beraten und intensiv unterstützen.

Seit Ende 2009 besteht in Köln eine gemeinsame „Steuerungsgruppe“ für alle Fragen des Sports der Menschen mit Behinderungen.

In Kenntnis der durch den Bund und die Länder anerkannten UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 erkannten die Mitglieder der Gruppe den inklusiven Sport als eine verbindliche Aufgabe für die kommunalen Sportorganisationen und die Vereine. Aus intensiven Diskussionen entstand die Entscheidung, diesen Sport mit dem Label „Sport für Alle – BEHINDERT ODER NICHT“ zu kennzeichnen. Alle Mitglieder der Gruppe sehen es als notwendig an, diesen Sport auf die gleiche erfolgreiche, unterstützungs- und förderungswürdige Ebene zu bringen, wie alle anderen sportlichen Angebote im Kölner Raum.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe sind diesem besonderen Sport – auch als soziale Aufgabe – eng verbunden. In den beiden Arbeitsschwerpunkten „Inklusion im Sport“ und „Inklusion durch Sport“ wollen wir die gesellschaftliche Aufgabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention offensichtlich machen. Denn gut gestaltete inklusive Konzepte im Schulsport, im Freizeit-/Breitensport und auch im Wettkampfsport können Vorbilder dafür sein, wie die gesellschaftliche Entwicklung erfolgreich vollzogen werden kann.

Der Stadtsportbund und die Sportjugend Köln sehen diese Steuerungsgruppe als wichtiges Beratungsorgan, da fast alle sportlichen Interessensgruppen vertreten sind. Mitarbeiter aus dem Büro des Behindertenbeauftragten der Stadt und vom Sportamt gewähren einen guten Informationsfluss in die Gremien der Verwaltung. Weitere Fachleute kommen aus mehreren Sportvereinen, der DSHS Köln, dem FIBS e.V., der Kämpgen-Stiftung, dem DJK-Sportverband, dem Zentrum für selbstbestimmtes Leben und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NW, Bezirk 5. Die beiden Vorstandsmitglieder des SSBK sind in der Lage, alle Aktivitäten der Gruppe auch auf die operationale Ebene von SSBK und SJK zu übertragen. Die Gruppe trifft sich unter der Leitung von Univ.-Prof. (i.R.) Dr. Innenmoser

derzeit viermal im Jahr.

Die im Jahre 2013 vorgenommene Satzungsänderung erweiterte die Aufgaben des Stadtsportbundes. In der Satzung ist „die Förderung der Behindertenhilfe“, insbesondere mit den Mitteln des Sports (gemäß UN-Behindertenrechtskonvention von 2006) „Inklusion“ fixiert. Einem Vorstandsmitglied wurde die Aufgabe „Inklusion“ übertragen.

Hiermit bekennt sich der SSBK e.V. in besonderer Weise dazu, die Situation von Menschen mit Behinderungen in ihrer Vielfalt im Sport zu verbessern und dieses über seine Mitglieder umzusetzen. Wir und damit unsere Mitgliedsvereine sollen die wichtigsten Träger der Idee werden, da sich Inklusion nur in der Praxis zwischen den Sportlern gleich welchen Alters realisieren lässt.

·      Vorträge: Verbreitung neuer Konzepte, Herangehensweisen, Ziele und Vorteile von Sport-Inklusion durch Vorträge bei Sportlern, Sportfunktionären von Vereinen, Stadtbezirkssportverbänden und Fachschaften mit dem Ziel, dass diese sich diesen Aufgaben erfolgreich zuwenden können

 

·      Meinungsaustausch: regelmäßiger Meinungsaustausch mit Vereinsvertretern und Übungsleitern zur Erweiterung des Kreises der überzeugten Vertreter von „Sport für Alle – BEHINDERT ODER NICHT“.

 

·      Dialog: Voranbringen des Sports der Kinder und Jugendlichen durch Dialog mit den Schulsportlehrern und Übertragung des Kölner Mitgliedschaftsmodells der Sportjugend und der Kooperation mit den Vereinen auf den inklusiven Sport

 

·      Flyer: Vermittlung zahlreicher Informationen zum neuen Konzept von „Sport für Alle – BEHINDERT ODER NICHT“ an Betroffene, Eltern, Senioren oder auch mögliche Praxis-Partner und Sponsoren 

 

·      Fortbildungen: Zahlreiche Fortbildungen in unterschiedlichen Settings (z.B. offene Ganztagsschulen, Inhouse-Fortbildungen in KITAs, C-Übungsleiter-Lehrgänge zur Lizenzverlängerung, etc.)

 

->  Besonders hoher Stellenwert beim SSBK e.V., denn: Nur wenn die Übungsleiter/ Sportlehrer/ Erzieher informiert sind über die sozialen und gesundheitlichen Bedingungen des Sports der Menschen mit Behinderungen und eingehende praktische Anleitungen bekommen, wagen sie sich an die neue Aufgabe. Zu einem vertiefenden Selbststudium sind die neuen Erkenntnisse in Schriftform verfügbar.

·      Zentrale Kommunikations- und Informationsstelle: Einrichtung einer solchen Stelle für alle Interessenten und Anbieter von Sportangeboten für Menschen mit Behinderungen und für inklusive Sportangebote (Aufbau ab Januar 2017).

Hier stellen wir Ihnen Inklusions-Projekte von Kölner Vereinen vor

Zu den Projekten...

Kölner Maßnahmenplan Inklusion und Sport

Das Dokument „Kölner Maßnahmenplan Inklusion und Sport“ zeigt in kompakter Form auf, wie das Thema Inklusion zukünftig verstärkt in unsere Arbeit beim Stadtsportbund Köln e.V. und der Sportjugend Köln platziert und umgesetzt werden soll. Sie finden hier nähere Informationen zu den Kernpunkten „Konzepte“, „Personal“, „Kommunikation“ und „Finanzierung“.

Eine aktuelle Version steht Ihnen hier zum Download bereit.