07.10.2009: Projekt Sportstadt Köln
Köln auf dem Weg zur bedeutenden Sportstadt - Sport-Agenda Köln 2015 soll das Sportprofil der Stadt schärfen
Im nationalen und internationalen Wettbewerb der Großstädte gewinnt der Sport, d.h. die örtlichen Sportangebote, internationale sportliche Großereignisse und die Bewegungsfreude der Bevölkerung zunehmend an Bedeutung. Um das Profil der „Sportstadt Köln“ deutlicher erkennbar zu machen, haben der StadtSportBund und die Stadt Köln die Erarbeitung eines sportlichen Entwicklungskonzepts initiiert. Das beauftragte Projektteam unter Leitung von Dr. Michael Rosenbaum hat daraufhin einen Konzept- und Strategievorschlag zur „Sportstadt Köln“ erarbeitet, dessen wesentliche Bausteine jetzt vorliegen. Die prominent besetzte Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Fritz Schramma und dem Vorsitzenden des StadtSportBundes, Volker Staufert, begleitete die Erarbeitung der Konzeptvorschläge intensiv. Sie empfahl, die zahlreichen Vorschläge unter dem Entwicklungsplan „Sport-Agenda Köln 2015“ - zu bündeln und kontinuierlich umzusetzen.
Der „Sport-Agenda“ liegt eine umfangreiche Recherche und „Marktanalyse“ zugrunde. Deren wesentliche Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Köln schöpft seine sportlichen Potentiale nicht genug aus;
- Die Zusammenarbeit der Sportvereine kann verbessert werden;
- Das vorhandene Sportangebot ist unüberschaubar und wenig
ransparent;
- Der Schulsport zeigt deutliche Mängel auf;
- Eine gezielte und systematische Nachwuchsförderung ist nicht
erkennbar;
- Im Gesundheits- und Reha-Sport werden die Möglichkeiten nicht
ausgeschöpft;
- Der Sport als Mittel zur Integration von sozial Benachteiligten kann noch
deutlich verstärkt werden;
- Es fehlt an regelmäßig wiederkehrenden internationalen sportlichen
Großveranstaltungen;
- Das Angebot der im bundesweiten Vergleich einzigartigen
Sportinstitutionen wird zuwenig genutzt.
Die Ist-Analyse zeigt auch, dass der Wunsch nach mehr Zusammenarbeit, Vernetzung, Kommunikation und Transparenz enorm groß ist.
Das Projektteam kam deshalb zu dem Ergebnis „Köln ist eine Stadt mit viel Sport, die im Vergleich zu anderen Städten als Sportstadt nicht hervorsticht.“ Hierzu bedarf es eines strategischen und nachhaltigen Sportkonzeptes, in dem alle wesentlichen Akteure, Institutionen und wesentlichen Maßnahmen miteinander vernetzt sind.
Das Motto muss also lauten: „Von der Stadt mit viel Sport zur Sportstadt!“
In enger Abstimmung mit der Steuerungsgruppe und Experten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen wurde eine breite Palette an Vorschlägen zur Verbesserung der Sportsituation entwickelt. Darunter befinden sich Projekte, die die Ausstrahlung der Sportstadt im nationalen und internationalen Vergleich stärken sollen: z.B. attraktive Bewegungsräume, sportliche Großereignisse und internationale Meisterschaften; Kooperationen mit den renommierten Sportinstitutionen, spektakuläre Sportbauten.
Von noch größerer Bedeutung sind Vorschläge, die der Mobilisierung der Bevölkerung und der Steigerung der allgemeinen Bewegungsfreude dienen sollen, z.B. in den Bereichen Reha- und Gesundheitssport; Schul- und Kindergartensport; Vereinssport und vereinsgebundener Sport sowie im Bereich Ausbildung und Qualifizierung .
Ziel der „Sport-Agenda Köln 2015“ ist es, die vorhandenen Aktivitäten stärker zu vernetzen und dadurch neue Zukunftspotentiale im Sport zu fördern.
Dies gelingt nur, wenn alle Beteiligten eine gemeinsame Zielorientierung haben und stärker miteinander kommunizieren.
Mit der Umsetzung erster Leitprojekte soll bereits in diesem Jahr begonnen werden.
Das Projektteam hat zudem ein modernes Finanzierungskonzept erarbeitet, in dem die örtliche Wirtschaft verstärkt eingebunden werden soll.
Bei der „Sport-Agenda Köln 2015“ handelt es sich um ein bundesweit bedeutendes Modellkonzept, das vom DOSB und der Landesregierung unterstützt wird.
Die Entwicklung der „Sport-Agenda“ wird von der DKV, der Sparkasse KölnBonn und der RheinEnergie gefördert.


