INSIDE COLONIA – eine Premiere, der weitere Events folgen sollten

06.02.2012: Der Start ist geglückt – dank des unermüdlichen Einsatzes von 36 helfenden Vereinsmitgliedern.

Foto: Robert Woermann (Kölner Roll-Möpse), der als Lokalfavorit den Junioren-Wettbewerb gewinnen wollte, dann aber nach einem Sturz mit Platz 2 in der Gesamtwertung

Wieder ging die Initiative für eine Kölner Inline-Skating-Veranstaltung vom Speed Skating Club Kölner Roll-Möpse aus. Bei INSIDE COLONIA 2012, der ersten Hallen-Veranstaltung am ersten Februar-Wochenende in der Sporthalle Escher Straße, gingen exakt 100 vornehmlich jugendliche Teilnehmer an den Start. „Damit haben wir unser Ziel erreicht“, resümierte Vereinsgründer Hanspeter Detmer, der im Jahre 2000 auch schon die sommerliche Freiluftveranstaltung „Inline in Colonia“ ins Leben gerufen hatte. „Wer in relativ kleinen Hallen eine gute Skater-Technik erlernt, wird sich später auch bei den Frühjahrs- und Sommerrennen auf Speedskating-Bahnen und bei Straßenrennen durchsetzen. Schade, dass dies die meisten Erwachsenen, die als Quereinsteiger in unseren Sport gekommen sind, nicht nachvollziehen“, sagt Claudia Maria Henneken, Jugendwartin des SSC Kölner Roll-Möpse, Mitglied des erweiterten Nationalteams und mit 26 Jahren die älteste Starterin bei INSIDE COLONIA.

Die jugendlichen Teilnehmer zwischen 5 und 18 Jahren hatten jedenfalls ihren Spaß bei den sogenannten Rollgewandtheitsläufen für die Anfänger, den Sprintausscheidungen, einem Hindernislauf oder einem Langstreckenrennen, das im ungewöhnlichen Uhrzeigersinn ausgefahren wurde, derweil üblicherweise gegen den Uhrzeigersinn geskatet wird. Die vier Mädels, die eigens aus Deutschlands Skater-Hochburg Groß-Gerau angereist waren, hatten mit den vielfältigen Wettbewerbsformen die geringsten Probleme. In ihrem Verein gehören diese Technik-Variationen zum Trainingsalltag. Klar, dass sie ihre Altersklassen dominierten.

Das herausfordernde Programm wurde dem besten Kölner Roll-Mops Robert Woermann zum Verhängnis. In der Juniorenklasse der 16-17jährigen stürzte er, in Führung liegend, zur Mitte des 15-Runden-Rennens gegen den ungewöhnlichen Uhrzeigersinn, rettete aber dennoch Rang 3 in diesem Rennen. Am Ende der Dreikampfwertung musste er sich allerdings mit Platz zwei zufrieden geben. „Das ärgert mich“, sagte Robert anschließend, fühlt sich aber zugleich herausgefordert nach diesem Saisonauftakt für die weiteren Rennen in diesem Jahr.  

Siebeneinhalb Stunden dauerte die Veranstaltung, in deren Verlauf 60 Starts durchgeführt wurden. Ebenso wie Robert Woermann landeten auch Kiana Golkaramnay sowie Melvin Langel (beide Jahrgang 2005 und jünger) auf zweiten Gesamtplätzen. Bei den Schülern D belegte Sebastian Kieser von den Kölner Roll-Möpsen Platz drei. Einziger Kölner Sieger war der Junior Jan Konz (CST Köln).

Voll integriert in die Veranstaltung waren auch 18 Sportlerinnen und Sportler mit geistiger Beeinträchtigung. Daniela Leal vom SSC Kölner Roll-Möpse gewann die Damen-Wertung und wird im Mai in München auch an den National Games der Behinderten-Sportorganisation Special Olympics teilnehmen.

Die Siegerehrungen wurden durchgeführt durch Bernd Schössler, den Bürgermeister von Nippes und Schirmherrn der Veranstaltung, sowie von Frau Christiane Bormeister, die als Repräsentantin der KÖLNER BANK dem SSC Kölner Roll-Möpse einen Scheck über 1000€ für die Förderung seiner intensiven Jugendarbeit überreichte.

Sportart: Inline Skaten

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