Schulministerin Yvonne Gebauer zum Gespräch beim Stadtsportbund Köln

26.07.2017: Themen waren unter anderem die Kölner Sportstätten, Kooperationen außerschulischer Partner mit Kita/ Schule sowie die Qualifizierung von Lehrkräften.

Foto v.l.: Dr. Martin Müser, Helmut Schaefer, Schulministerin Yvonne Gebauer, Christine Kupferer, Klaus Hoffmann, Martin Wonik (Vorstandsmitglied LSB NRW) und Jens Wortmann (Vorsitzender der Sportjugend NRW)

Knapp einen Monat nach Übernahme des Amtes als Schulministerin hat sich Yvonne Gebauer (FDP) mit VertreterInnen des Stadtsportbundes Köln, der Sportjugend Köln und des Landessportbundes NRW im Haus des Kölner Sports zu einem Gespräch getroffen. Bei diesem standen insbesondere die Themen Sportstätten, Kooperationen außerschulischer Partner mit Kita/ Schule sowie die Qualifizierung von Lehrkräften im Fokus. „Es gibt eine große Schnittmenge zwischen den Bereichen Sport und Schule“, sagt Helmut Schaefer, Vorsitzender der Sportjugend Köln. „Daher war uns der Austausch mit Frau Gebauer ein besonderes Anliegen – auch vor dem Hintergrund, dass sie aus Köln stammt und hier politisch aktiv war. Sie weiß um die teilweise schwierigen Verhältnisse in dieser Stadt.“

Ein schwieriges Thema war die Flüchtlingspolitik der Stadt Köln und die damit verbundene Unterbringung von Geflüchteten in Turnhallen. Vorschläge des Stadtsportbundes für ein langfristiges Unterbringungs-Konzept für die Zukunft blieben seitens der Kölner Politik bisher ohne Resonanz. Daher bat Klaus Hoffmann, Vorsitzender des Stadtsportbundes Köln, diese Thematik in die Arbeit als Ministerin mitzunehmen. „Für den Schulsport bedeutet die Belegung über diesen langen Zeitraum in einigen Fällen sogar, dass für das Fach Sport keine Noten vergeben werden konnten“, zeigte auch Gebauer die Brisanz der Thematik noch einmal auf. „Ich werde Gespräche auf Landes- und Kommunalebene führen und mich für den Schul- und Vereinssport stark machen.“

Neben der Belegung waren den VertreterInnen des  Stadtsportbundes auch der Zustand von Sportstätten und der  Sanierungsstau ein Anliegen. So müssen Hallen beispielsweise gesperrt werden, weil sie marode sind. „Viele Schulen wurden Anfang der 70er Jahre gebaut und danach teilweise für 40 Jahre sich selbst überlassen“, konstatierte die Schulministerin. Wie bei jedem Privathaus, hätten auch Kommunen die Verpflichtung, ihre Gebäude instand zu halten. Sanierungs- und Unterhaltskosten müssten langfristiger als bisher Berücksichtigung finden.

Auch bei der Thematik der Kooperation zwischen Kitas bzw. Schulen und Vereinen ist die Langfristigkeit ein wichtiger Punkt. Allerdings zeigten die Ausführungen von Helmut Schaefer, dass es hier an Unterstützung seitens der alten Landesregierung mangelte. „Die Bildungskette beginnt bereits im Kindergarten. Es ist allgemein bekannt, welches Potential Bewegung – gerade im Kindergarten- und Grundschulalter – hat, dennoch fehlte hier offensichtlich das Bewusstsein.“ Dies gelte in ähnlicher Weise auch für den Sportunterricht in Grundschulen, der oftmals nicht in angemessenem Maße stattfinde und häufig von nicht qualifizierten LehrerInnen geleitet werde. Verbunden mit seinen Ausführungen sprach er die Bitte aus, sich dieser wichtigenThematik, auch ministeriumsübergreifend, anzunehmen. Das sagte die Schulministerin zu: „Die neue Landesregierung aus FDP und CDU misst dem Sport eine besondere Bedeutung zu. Das wird sich auch im politischen Handeln zeigen“, so Gebauer.