Stadt gibt erste Turnhallen zurück an Schulen und Vereine - Hallen in Bocklemünd, Deutz und Heimersdorf können wieder genutzt werden

14.07.2016: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Wie bereits angekündigt, hat die Stadt Köln in dieser Woche die ersten drei zur Unterbringung geflüchteter Personen vorbereiteten Sporthallen freigeräumt. Den Anfang macht die Turnhalle der GGS Görlinger Zentrum in Köln-Bocklemünd, die bereits an die Schule übergeben werden konnte. Bereits vor der Sperrung der Halle wurden dort die so genannten Sauerkrautdecken entfernt, Schul- und Vereinssport sind daher nach wie vor nur eingeschränkt (ohne Ballsportarten) möglich.

Auch die Turnhalle des Hans-Böckler-Berufskollegs in Köln-Deutz wurde mit Blick auf die unsichere Entwicklung der Zugangszahlen für eine Unterbringung Geflüchteter vorgehalten, musste dann aber tatsächlich nicht genutzt werden. Die Übergabe dieser Halle an den Schul- und Vereinssport erfolgt im Verlauf des heutigen Tages. Auch hier wurden die so genannten Sauerkrautdecken vor der Sperrung entfernt. Wie zuvor ist dort Schul- und Vereinssport eingeschränkt (ohne Ballsportarten) möglich. Eine vollständige Sanierung der Decken ist für die Herbstferien avisiert.

Die Sporthalle der Ursula-Kuhr-Schule in Köln-Heimersdorf steht dem Schul- und Vereinssport voraussichtlich ab Mittwoch, 20. Juli 2016, wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Diese Halle wurde von Januar bis April diesen Jahres zur Unterbringung von bis zu 50 geflüchteten Personen genutzt.

Zurzeit leben mehr als 13.700 Geflüchtete in städtischen Einrichtungen. Aktuell nutzt die Stadt noch 24 von insgesamt 271 Turnhallen im gesamten Stadtgebiet. Dort sind zurzeit rund 3.600 Menschen untergebracht. Für die Stadt Köln besteht eine gesetzliche Verpflichtung geflüchtete Personen unterzubringen und zu versorgen, um andernfalls drohende Obdachlosigkeit zu vermeiden.

Die Stadt arbeitet mit Nachdruck daran, weitere Leichtbauhallen und andere Unterkünfte für die Flüchtlingsunterbringung bereitstellen zu können. Auf diese Weise soll mittelfristig eine Freigabe aller belegten Sport- und Turnhallen für den Schul- und Vereinssport möglich werden. Der Rat der Stadt Köln hat dazu in seiner letzten Sitzung vor der Sommer-pause einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Verwaltung wurde damit beauftragt, elf in Frage kommende Grundstücke für Leichtbauhallen und Wohncontainer daraufhin zu überprüfen, ob sie für eine derartige Bebauung geeignet sind.

Der erste Leichtbauhallenstandort ist Anfang des Jahres in Köln-Ostheim in Betrieb gegangen. Zwei weitere Standorte am Luzerner Weg in Köln-Mülheim und am Butzweilerhof in Köln-Ossendorf werden zeitnah fertiggestellt.