Stadtsportbund Köln beim Vereinsforum Leistungssport

23.11.2017: Im ersten Vereinsforum Leistungssport des LSB NRW tauschten sich Verantwortliche aus NRW-Vereinen über die Zukunft des Leistungssports aus.

Foto: LSB NRW I Andrea Bowinkelmann

Die Zahl der leistungssportorientierten Vereine in NRW ist weiter rückläufig. Nur noch gut 750 der  insgesamt etwa 19.000 Sportvereine im Land rücken das Thema Leistungssport in ihren Fokus. „Dieser Befund hat uns veranlasst, das erste Vereinsforum Leistungssport zu organisieren“, sagte LSB-Präsident Walter Schneeloch zur Eröffnung der Veranstaltung am 10. November.

Vereinsvertreter sowie Sportler, Trainer, Forscher und Verantwortliche aus Bildung und Politik waren in der Mercatorhalle in Duisburg zusammengekommen, um sich auszutauschen, um Tipps und Anregungen für den Leistungssport in den Vereinen zu bekommen und schließlich auch um Lösungsansätze für die dringlichsten Probleme zu finden.

„Ohne die Vereine ist kein Spitzensport möglich“, stellte Schneeloch klar. Eine Aussage, die später auch auf dem Podium von den dort diskutierenden Spitzensportlern Pamela Dutkiewicz (Leichtathletik), Aline Focken (Ringen), Simon Ernst (Handball), Timur Oruz (Hockey) sowie den Trainern Henning Lambertz (Schwimmen) und Jürgen Wagner (Beachvolleyball) bestätigt wurde. In der Runde wurde schnell deutlich, dass den Trainern im Leistungssport eine Schlüsselposition zukommt. „Wir müssen uns stärker um Trainertalente kümmern“, sagte etwa Jürgen Wagner, Olympiatrainer der erfolgreichen Beachvolleyballer. Und Timur Oruz beklagte, dass seinem Sport in Deutschland die besten Trainer aus anderen Ländern (China) oder anderen Sportarten (Fußball) „weggekauft“ werden, da sie im Hockey selbst nicht ausreichend bezahlt würden.
(Text: LSB NRW)

Zusätzlich zu den Vorträgen und Diskussionsrunden tauschten sich die Teilnehmer in fünf verschiedenen Foren aus. Der stellvertretende Vorsitzende des Stadtsportbundes Köln, Peter Rücker konnte in dem Forum „Talentsichtung - Mitglieder finden, gewinnen und binden“, viele neue Ideen und Konzepte für die Kölner Vereine sammeln.