Tagung „Kommunen werden inklusiv“ von Aktion Mensch

05.03.2018:

Am 28. Februar und 1. März fand im Kölner Veranstaltungszentrum KOMED die Fachtagung „Kommunen werden inklusiv“ der Aktion Mensch statt. Auch unser Vorstandsmitglied Prof. Dr. Jürgen Innenmoser sowie unsere Referentin für Inklusion und Sport, Annalena Dunkel, haben hieran teilgenommen und konnten viel neuen Input sammeln.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einigen sehr interessanten Fachvorträgen zu unterschiedlichen Aspekten der Inklusion durch renommierte Wissenschaftler, u.a. von der Harvard University oder der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach dieser eher theoretischen Betrachtungsweise wurden am Nachmittag in diversen Expertenforen einzelne Teilbereiche sehr detailliert beleuchtet und mit gelungenen Praxisbeispielen unterlegt. Hier gab es neben der Darstellung einzelner sehr interessanter Projekte auch Raum für kritische Rückfragen und Diskussionen, die zu einem regen Fachaustausch führten.

Auch der zweite Tag begann zunächst in großer Runde. Hier wurde das Projekt „Kommune inklusiv“ vorgestellt. Unter dem Motto „Blick zurück nach vorn“ stellten sich die fünf ausgewählten Modellkommunen vor und berichteten von den Erfahrungen des ersten der insgesamt fünf Projektjahre. Hierbei ging es in erster Linie darum, zu reflektieren, was im ersten Jahr gut bzw. schlecht gelaufen ist, wo es Hürden auf dem Weg zu mehr Inklusion gab und gibt und was in den noch kommenden vier Jahren des Projekts als Ziel anvisiert ist. Generelles, übergeordnetes Ziel der Aktion Mensch ist für alle Modellregionen die Professionalisierung bestehender Netzwerke, die Entwicklung und Erprobung von neuen Konzepten und Maßnahmen sowie die Unterstützung von lokalen Akteuren.

Im Anschluss ging es für alle TeilnehmerInnen in verschiedene Praxisworkshops. Aus insgesamt sieben Themenworkshops konnten zwei Themen zur Teilnahme ausgewählt werden. Bei diesen Workshops ging es weniger um den theoretischen Input von außen, sondern vielmehr um den Erfahrungs- und Ideenaustausch der Teilnehmerinnen untereinander – so zu sagen von der Praxis für die Praxis. Hierbei kamen viele gute Ideen zur Sprache und es konnten neue Kontakte für weiterführenden Austausch oder konkrete Umsetzungen geknüpft werden.

Insgesamt kann die Veranstaltung als sehr gewinnbringend betrachtet werden und fand durchweg einen gelungenen Mix aus wissenschaftlicher und sehr praktischer Perspektive, deren Verknüpfung für das Gelingen von Inklusion nur förderlich sein kann.