Köln 99ers - Klare Niederlage gegen den Tabellenführer

30.01.2012: Die Köln 99ers sahen am vergangenen Sonntag kein Land gegen den amtierenden Deutschen Meister RSV Lahn-Dill. Nach einer schwachen ersten Halbzeit konnten die 99ers auch im zweiten Durchgang die Pleite nicht mehr verhindern und verloren mit 43:91 gegen einen starken, tief besetzten und gut eingestellten RSV Lahn-Dill.

„Wunder gibt es immer wieder, nur heute hätte es 2-3 Wunder bzw. Zauberfeen benötigt“, schrieb Peter Mann, Edelfan und Kopf des Fanclubs „TigerRollis“, nach der Begegnung via Facebook. Die „TigerRollis“, die wieder mal als starker sechster Mann den Club der Domstadt mit Trommeleinlagen befeuerten, mussten zusehen, wie ein überlegener deutscher Meister Köln die dritte Heimniederlage der Saison zufügte. Die Enttäuschung nach dem Spiel war nicht wegen der Niederlage so groß, sondern wegen der Art und Weise, wie sich die 99ers präsentierten. Gerade mal 14 Punkte konnten die Domstädter in der ersten Halbzeit erzielen. Bereits im ersten Viertel handelte man sich einen 22-Punkte-Rückstand ein. Köln hatte an diesem Tag einfach das falsche Zielwasser getrunken und kam nur schwer mit dem Druck der Hessen klar: Eine schwache Wurfquote von 30% im gesamten Spiel verhinderte eine bessere Punktausbeute. Der defensive Druck des RSV erzwang zahlreiche Ballverluste und somit war das Spiel aus Kölner Sicht bereits zur Halbzeit außer Reichweite. Mit einem 14:43-Rückstand ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Spiel. Die Starting-Five der Hessen, besetzt mit international hochkarätigen Nationalspielern, sorgte für einen weiteren Führungsausbau im dritten Viertel. Doch auch in der zweiten Halbzeit konnten die 99ers nicht gegen die zweite Fünf, mit der Nationaltrainer Nicolai Zeltinger ebenfalls mehrere Nationalspieler aufs Parkett schickte, nicht überzeugen.

 

Die Trefferquote der 99ers wurde zwar in der zweiten Halbzeit etwas nach oben korrigiert, doch es konnte kein einziges Viertel gewonnen werden. Der RSV schaffte das Kunststück, dass jeder seiner Spieler sich in die Scorer-Liste eintragen durfte und insgesamt 6 Spieler konnten eine zweistellige Punktzahl erzielen. Immerhin stellte Köln mit Jaap Smid den Topscorer des Spiels, der damit seine positive Entwicklung diese Saison abermals bestätigte und bei einer 50-prozentigen Trefferquote aus dem Feld 20 Punkte erzielte.

 

Abhaken heißt nun die Devise beim letztjährigen Playoff-Teilnehmer. Die kommenden Auswärtsspiele gegen Hannover und Jena sollen den definitiven Verbleib in der ersten Spielklasse Deutschlands besiegeln. Derweil entwickelt sich ein wahrer Krimi um die Playoff-Plätze. Durch den sensationellen Sieg gegen Zwickau, hat der Aufsteiger aus Elxleben nun zu Frankfurt und München aufgeschlossen. Nun befinden sich alle drei Teams punktgleich auf Platz 3 der Tabelle. Durch den direkten Vergleich hat der Liganeuling sogar die bessere Ausgangslage für einen Playoff Platz.

Sportart: Rollstuhlbasketball

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