„Schulen, Vereine und vor allem die Kinder profitieren von diesem Konzept“

26.03.2019: Sportmotorische Testungen und anschließende Sportangebote an ausgewählten Kölner Grundschulen

Foto: LSB NRW I Andrea Bowinkelmann

Fußball, Gymnastik oder doch lieber Judo? In der Grundschulzeit befinden sich Kinder hinsichtlich ihrer motorischen Entwicklungsfähigkeiten auf einem Höhepunkt. Dennoch stellt diese vierjährige Zeit im Hinblick auf eine systematische Sport- und Talententwicklung aktuell eine Art Versorgungslücke dar. Abgesehen von vereinzelten Initiativen von einigen Vereinen und Verbänden gibt es keine landesweit geregelte Struktur der gezielten Nachwuchsförderung an Grundschulen. Hier setzt nun das Modellprojekt „Sportplatz Kommune – Integrierte Kinder- und Jugendsportentwicklung“ an, dessen Koordination die Sportjugend Köln übernimmt. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln.

„Schulen, Vereine und vor allem die Kinder profitieren von diesem Konzept“, sagt Helmut Schaefer, Vorsitzender der Sportjugend Köln. „Die zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen Grundschulen und Sportvereinen stärkt nicht nur das Schulangebot, sondern auch die Vereins- und Talententwicklung.“

Was genau macht dieses Konzept aus? Zunächst werden in vier bis fünf Grundschulen die Kinder in den 2. Klassen sportmotorisch getestet. Im Anschluss erhalten die beteiligten Schulen ein qualitativ hochwertiges und vielseitiges Sportangebot, das im Stile eines Sportkarussells gemeinschaftlich von mehreren Vereinen durchgeführt wird. Die Vereine und Sportangebote wechseln sich in einem vorgegebenen Rhythmus ab, sodass die Kinder verschiedene Angebote ausprobieren können. „Durch die Vielfalt der Angebote, die von qualifizierten Übungsleiter/innen angeleitet werden, können sie etwaige Vorlieben, Stärken und die Begeisterung für bestimmte Sportarten entdecken“, erklärt Susanne Biemer, Jugendbildungsreferentin der Sportjugend Köln, die das Projekt koordiniert. Im Fokus stehe hierbei das breite Erfahrungsspektrum, wovon gerade Grundschulkinder in ihrer Entwicklung profitierten, so Biemer.

Für sportmotorisch besonders begabte Kinder gibt es die Möglichkeit, beim „Tag der Talente“ erste Kontakte mit den leistungssporttreibenden Vereinen in Köln zu knüpfen. Und für all diejenigen, die ihre Lieblingssportart fern ab von leistungssportlichen Ambitionen entdeckt haben, ermöglichen Sportgutscheine einen geförderten Übergang in einen Verein.

Kontakt:
Sportjugend Köln, Susanne Biemer

Tel.: 0221-921 300 35
E-Mail

www.sportjugend-koeln.de