STOPP – Nun sind auch andere gefordert! Der organisierte Sport ist in der Flüchtlingsfrage an seinen Grenzen

23.02.2015: Zum wiederholten Mal nimmt das Dezernat für Soziales ohne die zuletzt zugesagte, frühe Einbindung des organisierten Sports eine belegte Sporthalle für die Unterbringung von Flüchtlingen in Beschlag. Ohne Vorlauf, nur mit geringsten Informationen. Und weitere Sporthallen scheinen ins Visier genommen zu sein.

Der Sport hat in der Vergangenheit  - und wird das auch in Zukunft tun - seinen konstruktiven Beitrag in der Flüchtlingsfrage geleistet. Sporthallen und Sporträume wurden zur Verfügung gestellt, Vereine und ihre Übungsleiter arbeiten für und mit den Flüchtlingen, die Sportjugend Köln wird demnächst ihr Sportmobil für diese Arbeit einsetzen.

Aber nun ist es an der Zeit, dass auch alle anderen Gesellschaftsbereiche großzügig Räume, ob belegt oder unbelegt, zur Verfügung stellen. Es gehört nicht zu den Kernaufgaben des Sports dies alleine zu tragen. Wir fordern ein, dass in dieser prekären Situation Denkverbote aufgehoben werden und Messehallen, Gewerberäume, kirchliche Räume, Kulturbetriebsräume und auch städtische Räume als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. An den finanziellen Mitteln soll es nach Aussage der Handelnden ja nicht scheitern.

Wir fordern zudem endlich eine nachvollziehbare Planung der Stadt Köln ein. Köln und hier der Kölner Sport brauchen kein Überraschungsmanagement. Wir fordern das Dezernat für Soziales dringend auf, entsprechend zu handeln, zu planen und den Bürgern dieser Stadt diese Planungen kundzutun.

Der Sport steht auch in Zukunft in dieser Frage als verantwortungsvoller Partner zur Verfügung. Zeige sich die Stadt nun auch verantwortungsvoll.