Bewegung – wirksam gegen Demenz!

04.04.2018: Studie der Deutschen Sporthochschule zeigt positiven Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Fitness bei Personen mit beginnender Demenz

Foto: LSB NRW I Andrea Bowinkelmann

2030 werden weltweit mehr als 74 Millionen Menschen unter Demenz leiden – davon gehen Experten aufgrund der demographischen Entwicklung aus. Ein entscheidender Risikofaktor, früher eine Demenz zu entwickeln, ist körperliche Inaktivität.

Erste Anzeichen einer Demenz zeigen sich häufig durch leichte kognitive Beeinträchtigungen und Gedächtnisprobleme. Ein Forscherteam der Deutschen Sporthochschule Köln möchte jetzt herausfinden, ob körperliche Aktivität und Fitness eine wirksame Therapie bei ersten Anzeichen einer altersbedingten Demenz sind. Eine erste Analyse des Zusammenhangs zwischen Aktivität, Fitness und geistiger Leistungsfähigkeit liefert hierfür Indizien.

Untersucht wurden 121 Personen mit beginnenden kognitiven Einschränkungen. Entsprechend des Schweregrads der kognitiven Beeinträchtigung erfolgte die Zuordnung zu einer von drei Gruppen; unterschieden wurde zwischen einer subjektiven, einer frühen und einer manifestierten Beeinträchtigung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden hinsichtlich ihres Bewegungsverhaltens befragt und außerdem mit Aktivitätsmonitoren ausgestattet, um ihre Bewegung im Alltag auch objektiv zu erfassen. Zudem wurde ein Fitnesstest auf dem Fahrradergometer durchgeführt.

Die Ergebnisse sind vielversprechend: Je fitter die TeilnehmerInnen waren und je mehr sie sich im Alltag bewegten, desto besser waren auch ihre kognitiven Leistungen. Die Daten zeigen deutlich, wie wichtig Sport und Bewegung für den Erhalt der geistigen Fitness im Alter sind.

Der weitere Verlauf der Studie soll nun zeigen, ob der Ist-Zustand bei beginnender Demenz entscheidend für die weitere Entwicklung ist, oder ob über eine Verbesserung der körperlichen Fitness das Fortschreiten einer beginnenden Demenzerkrankung aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden kann.