Kölns Senioren auf der Überholspur

06.09.2018:

Sie tragen zur Verbesserung der körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit bei oder fördern soziales Miteinander – Sportvereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum gesunden Älterwerden. In diesem Jahr erhalten sie, analog zur Jugendbeihilfe, erstmals eine spezielle Förderung durch die Stadt Köln: die Seniorenbeihilfe. Die Beihilfe soll die Vereine darin unterstützen, bewegungsspezifische Angebote für die ältere Zielgruppe (weiter) zu entwickeln sowie neue Projekt- und Kooperationsideen umzusetzen. Auch die Unterstützung finanziell schwächer gestellter Vereinsmitglieder in dieser Altersgruppe ist ein Ziel, um die Selbstständigkeit und die soziale Integration älterer Menschen zu fördern.

Parallel dazu wurde im laufenden Jahr 2018 durch die Sportverwaltung das bekannte Projekt „Kids in die Clubs“ (K.i.d.C.) als Pilotverfahren auch auf Senioren erweitert und soll in 2019 als „Senioren in die Clubs“ (S.i.d.C.) für ab 60-Jährige fortgeführt werden.

„Wir freuen uns sehr, dass mit der Einführung der Seniorenbeihilfe in diesem Jahr ein erster wichtiger Schritt getan ist, dem wachsenden Bedürfnis nach Bewegung im Alter Rechnung zu tragen“, spricht der Vorsitzende des Stadtportbundes Köln, Peter Pfeifer, seinen Dank an die Kölner Politik und Verwaltung aus. Insbesondere der Sportausschuss und das Sportamt der Stadt Köln hätten einen großen Anteil daran, dass durch den Stadtsportbund auf der einen Seite ein nachhaltiges Konzept entwickelt werden konnte, die Vereine bei der zielgerichteten Verwendung der Seniorenbeihilfe zu unterstützen. So übernimmt der Stadtsportbund beispielsweise die Erstellung konzeptioneller Handlungsleitfäden, Öffentlichkeits- und Bewerbungsmaterialien sowie der Aufarbeitung von Praxisbeispielen für Vereine. Auf der anderen Seite können bedürftige Senioren über „Senioren in die Clubs“ nun auch direkt eine auf den Vereinssport bezogene Förderung in Anspruch nehmen.

Derzeit beträgt die Seniorenbeihilfe 175.000 Euro. Sie wird auf Grundlage der bei der Bestandserhebung des Landessportbundes NRW gemeldeten Mitglieder im Alter über 60 Jahre durch den Stadtsportbund an die förderberechtigten Vereine ausgezahlt. „Die Förderung ist eine Wertschätzung sowohl der im Seniorenbereich engagierten Vereine als auch der älteren aktiven Menschen selbst“, erklärt Peter Pfeifer. „Vor dem Hintergrund des enormen Potenziales von Vereinssport für ältere Menschen kann dies aber nur ein Anfang sein. Nicht nur aufgrund der weiter alternden Gesellschaft ist in den kommen Jahren eine Erhöhung notwendig, damit die Sportvereine auch weiterhin ihren wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten können.“