Notfallfonds für Kölner Sportvereine mit einem Budget von 300.000 Euro

03.04.2020: Stadt Köln und StadtSportBund Köln bieten Kölner Sportvereinen kurzfristiges Rettungsprogramm

Auch der Kölner Vereinssport ist von der Corona-Pandemie stark betroffen. Die rund 630 Kölner Sportvereine können ihren vielfältigen Aufgaben und Leistungen für die Stadtgesellschaft derzeit kaum nachkommen. Dies ist verbunden mit erheblichen Problemen und insbesondere auch finanziellen Auswirkungen, die schon jetzt teilweise existenzbedrohend für die Vereine und das ehrenamtliche Engagement sind.

Aus diesem Grunde hat die Stadt Köln gemeinsam mit dem Stadtsportbund Köln und in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Lutz Thieme vom RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz, ein Hilfsprogramm entwickelt, das die Verluste der Kölner Sportvereine abfangen soll. Hierzu der Beigeordnete für Bildung, Jugend und Sport, Robert Voigtsberger:

„Von der Corona-Pandemie sind auch die Kölner Sportvereine massiv betroffen. Die finanziellen Auswirkungen sind teilweise erheblich und bedrohen den Vereinssport in seiner Struktur. Deshalb handeln wir jetzt sofort und helfen ohne großen bürokratischen Aufwand. Wir werden das Ehrenamt in dieser schwierigen Situation nicht im Stich lassen. Ich danke dem Stadtsportbund für seine Mitarbeit. Auch in der Krise ist der Sport gemeinsam stark“, so Voigtsberger.

Neben einer zinslosen Stundung von Erbbaurechts- und Mietzinsen für die Sportanlage werde die Pflege- und Unterhaltungsbeihilfe jetzt frühzeitig und vollständig ausgezahlt, um mehr finanzielle Flexibilität bei den Vereinen zu schaffen.

Zur Entlastung bei aktuellen Notsituationen steht außerdem ein Notfallfonds mit einem Budget von 300.000 Euro bereit, der durch Drittmittel weiter aufgestockt werden kann und vom Stadtsportbund Köln verwaltet wird.

Eine erste direkte Aufstockung erfolgte bereits über Dr. Henrich Blase. Er spendete 3.000 Euro für Kölner Sportvereine.

„Endlich naht Hilfe!“, unterstreicht Peter Pfeifer, Vorsitzender des Stadtsportbundes. Er erklärt weiter: „In enger Zusammenarbeit mit dem Sportamt ist es nun gelungen, ein Notfallprogramm für die Sportvereine Kölns zusammenzustellen. Dank an alle, die mitgeholfen haben! Dank an alle Sportvereine, die weiterhin für den Kitt in unserer Gesellschaft sorgen und uns allen damit Mut machen!“

Auch der 1. FC Köln begrüßt die Initiative: „Bewegung, Spaß und Gemeinschaft in unseren Sportvereinen sind etwas Besonderes und sollten gerade in diesen schweren Zeiten erhalten bleiben. Wir freuen uns doch alle darauf, die Freunde und Teamkollegen wieder zu treffen und gemeinsam Sport zu treiben. Um dies zu ermöglichen, brauchen die Vereine ihre Mitglieder und deren Beiträge gerade jetzt mehr denn je. Wir sollten nicht zulassen, dass die Vielfalt unserer Vereine verloren geht. Lasst die Trainer, Betreuer und ehrenamtlichen Helfer nicht im Stich. Bleibt euren Vereinen treu, steht in der Krise zusammen, lebt Solidarität unter Sportlern. Umso schöner wird das Wiedersehen auf dem Platz, in der Halle – in eurem Verein“, sagt Dr. Werner Wolf, Präsident des 1. FC Kölns.

Ansprechpartner für die Vereine zur Beantragung einer zinslosen Stundung von Erbbaurechts- und Mietzinsen bis zum 30.06.2020 ist das Sportamt unter sportamt@stadt-koeln.de

Die Pflege- und Unterhaltungsbeihilfe wird vollumfänglich für das ganze Jahr bis zum 30.04.2020 an berechtigte Vereine ausgezahlt, um finanzielle Flexibilität bei den Vereinen zu schaffen. Dazu ist kein Antrag notwendig.

Anträge zum Notfallfonds sind als Download auf der Seite des StadtSportBundes Köln (www.ssbk.de) und auch auf den Internetseiten der Stadt Köln (www.stadt-koeln.de) hinterlegt.

Spenden können erfolgen unter der Kontonummer Sparkasse KölnBonn

BIC: COLSDE33XXX

IBAN: DE43 3705 0198 0004 1929 51

Die üblichen Beihilfemöglichkeiten wie etwa die Baubeihilfe oder Finanzmittel für Selbsthilfemaßnahmen stehen unter der Berücksichtigung der derzeitigen Haushaltsvorgaben durch die Kämmerei zur Verfügung.

 

Den Antrag finden Sie hier

Hier finden Sie die Richtlinie.